Kapitel 3

Mit welchem Konzept überlebt unsere Gesellschaft

3.1.0    Der ganz große Maßstab

Wenn man zugrunde legt, dass unsere Sonne eines Tages ihren Brennstoffvorrat verbraucht hat und somit ein Leben auf diesem Planet nicht mehr möglich ist, dann spielt es eigentlich keine Rolle was wir jetzt mit unserem Planet anstellen.

Eines Tages wird dieser Planet von der Sonne "aufgefressen".

Wenn wir bzw. unsere Nachkommen, falls bis zu dem Zeitpunkt noch intelligentes Leben existiert, ohne Vorsorge und Planung nur weiterexistieren, wird auch alles von Menschen geschaffenes eines Tages dann unwiederbringlich total ausgelöscht werden.

Natürlich kann auch schon vorher - heute oder morgen - ja an jedem Tag der neu beginnt, durch eine kosmische Katastrophe unser Planet mehr oder weniger zerstört werden. Und somit natürlich auch das Leben auf diesem Planeten.

Im September 2004 flog Toutatis, ein Felsbrocken mit den Ausmaßen von 4,6 mal 2,4 Kilometer, knapp an der Erde vorbei. Dieses Ereignis ist  von der Bevölkerung weitgehend  unbeachtet geblieben. In vier Jahre wird dieser Brocken dann wieder der Erde sehr nahe kommen. Ob näher oder weiter wie in diesem Jahr mit 1,5 Millionen Kilometer  wird sich zeigen.

Nähere Informationen siehe wissenschaft.de - Besuch für die Erde

Solche Ereignisse sollten jedoch Reaktionen auslösen. Natürlich keine Panikmache, sondern Vorsorge. Aber davon ist überhaupt nicht zu bemerken.

So wie ein Familienvater für seine Familie Vorsorge für alle Eventualitäten trifft, sind die Politiker meiner Meinung nach verpflichtet, für ihre ihnen anvertraute Völker und Gesellschaften die notwendigen Pläne für ein überleben im Fall der Fälle in der "Schublade" zu haben.

Wenn wir auch heute noch nicht in der Lage sind diesen Planeten zu evakuieren und somit das Überleben der Menschheit zu garantieren, so sollten aber die notwendigen Schritte wenigstens ansatzweise unternommen werden, dass eines Tages solch ein Vorhaben durchgeführt werden kann.

3.1.1    Der mittlere Maßstab

Die Oberfläche unseres Planeten verändert sich ohne Unterbrechung. Einerseits durch die Plattenbewegungen der Kontinente und den damit verbundenen Verwerfungen und Erdbeben; anderseits durch Veränderung des Klimas ausgelöst durch Veränderungen auf der Sonne und durch massive Beeinflussung der Atmosphäre durch den Menschen.

Die Lebensbedingungen verändern sich somit auch für ganze Regionen. Manchmal derart, dass ein normales, oder anders ausgedrückt,  vernünftiges Leben nicht mehr möglich ist.

Trotzdem wird immer wieder versucht in solchen Gebieten nach einer Katastrophe den alten Zustand wiederherzustellen der zur Katastrophe geführt hat.

Ein Beispiel:

Der Staat Haiti kann seine Bevölkerung nicht mit dem lebensnotwendigen versorgen. Man hat zugelassen, dass die Wälder von der Bevölkerung, als Brennholz für die Nahrungszubereitung und als Bauholz für die Hütten,  komplett vernichtet wurden.

Als jetzt starker Regen dieses Gebiet heimsuchte sind die Berghänge abgerutscht (weil der Halt durch Bäume fehlte) und viele Bewohner sind getötet worden.

Jetzt versucht man mit Spendenunterstützung an gleicher Stelle die Hütten wieder aufzubauen.

Die geeignete Maßnahme wäre hier gewesen, dass rechtzeitig die Bevölkerung d.h., die Anzahl der Menschen den Bedingungen angepasst worden wäre. Damit hätte man diese extremen Auswirkungen für die Menschen und auch für die Umwelt vermieden.

Oder in Südeuropa (insbesondere Frankreich;Portugal und Spanien) werden gnadenlos Wälder von Kriminellen angezündet um Bauland zu gewinnen. Hier müssten schnellstens die Gesetze geändert werden um diesen Wahnsinn zu beenden.

Diese Beispiele können mehr oder weniger auf den gesamten Planet ausgedehnt werden. Gleiche Versäumnisse und Fehler werden tagtäglich aufs neue begangen und praktiziert.

3.1.2    Der kleine Maßstab

Damit kann der Zeitraum  von einer Wahl bis zur nächsten Wahl von  Politiker und ihren Parteien bezeichnet werden.
Nach einer gewonnenen Wahl wird versucht, für etwa zwei bis drei Jahre die vor der Wahl gemachten Zusagen zu realisieren - und dann beginnt schon wieder der neue Wahlkampf.

Eine vernünftige langfristige Planung scheint nicht möglich zu sein.

Dies hat eventuell auch noch andere Gründe. Einerseits muss das Klientel bedient werden, der die finanzielle Basis für die immer teurer werdenden Wahlkämpfe schafft und andererseits wird, wenn bemerkt wird dass ein Wahlsieg nicht mehr möglich scheint, auf Biegen oder Brechen für die eigene Zukunft vorgesorgt.

Das Wohl der Bevölkerung und die langfristige Zukunftssicherheit der Allgemeinheit scheint dann keine Rolle mehr zu spielen.

Schlimm bei dieser Situation ist insbesondere, dass das eigene Versagen und Unvermögen dann auf die Umstände geschoben wird.

Ja, aber wer macht denn diese Umstände? Schauen wir dazu nach Deutschland.

Kriegt man den Arbeitsmarkt und die Konjunktur nicht in den Griff, dann ist  das zu geringe Wachstum der Wirtschaft oder die Globalisierung Schuld daran.

Das aber ewiges Wachstum unmöglich ist, wie schon der Club von Rom vor Jahrzehnten feststellte, scheint man nicht zu begreifen.

Besonders übel ist die Behauptung, dass die Überalterung der Bevölkerung Schuld an der Schieflage der Sozialsysteme sei.

Diese Behauptung kann nur als  bodenlose Unverschämtheit bezeichnet werden. Möglich wäre  natürlich auch  grenzenlose Gedankenlosigkeit und/oder dümmliches Nachplappern.

Denn seit Jahren beträgt der Anteil der über 65-jährigen  in Deutschland genau wie in unseren vergleichbaren europäischen Nachbarländer ca. 16%  an der Bevölkerung. Das sind ca. 13 Millionen Personen und davon haben ca. 8 Millionen einen Anspruch auf eine gesetzliche Rente erworben. Die Frage stellt sich  jetzt, wieso wir bei den gesetzlichen Rentenkassen ca. 23 Millionen Rentenempfänger haben.

Zum ersten mal in unserer Geschichte und auch unserer Nachbarländer haben viele junge Menschen die Möglichkeit, alt zu werden und werden nicht wie bisher in sinnlosen Kriegen zu Millionen in jungen Jahren getötet.

Es hat zum ersten Mal in unseren Ländern eine völlig normale Entwicklung eingesetzt!

Auch die durchschnittliche höhere Lebenserwartung der Bevölkerung resultiert zum großen Teil aus dieser Tatsache und sollte somit nicht überraschend sein. Die (insbesondere unsere) Politiker sind aber scheinbar alle total überrascht.

Jeder Politiker der wirklich keinen weiteren Krieg mehr ins Kalkül gezogen oder erwartet hat, hätte dies berücksichtigen müssen und rechtzeitig entsprechende Maßnahmen für eine vernünftige Altersvorsorge unserer Bevölkerung treffen - oder wenigstens in die Wege leiten müssen.

Was geschah und geschieht immer wieder?

Wenn die Sozialsysteme auf der Kostenseite aus dem Ruder laufen, werden die Leistungen gekürzt und die Zuzahlungen erhöht.

Da wird eine neue Versicherung eingeführt, die Pflegeversicherung.
Da wird ein zusätzlicher Rentenbeitrag von bis zu 4% des Einkommens eingeführt, die so genannte Riesterrente.
Da wird die Rente - insbesondere bei den Frauen - gekürzt, indem das Renteneintrittsalter massiv erhöht wird. Wer bekommt denn heute noch bis zum Alter von 65 Jahre Arbeit!
Da werden bei den Medikamenten immer höhere Zuzahlungen verlangt.
Da wird eine Praxisgebühr eingeführt.
Da werden notwendige Behandlungen nicht mehr genehmigt.
usw. usw.

Das war bisher die Antwort.

Aber an der Beseitigung der Hauptursache - dem ausufernden Betrug und der gnadenlosen Abzocke von mehreren Seiten - geht so gut wie nicht vorwärts.

Wieso gibt es immer noch Ärztekammern die nach Gutsherrenart über die Verteilung der Gelder d.h., über die Beiträge der Versicherten einer Krankenkasse, frei entscheiden können.

Es ist unbegreiflich das  in der deutschen Gesetzgebung immer noch alte Zöpfe bestehen, dass es z.B. wie zu Zeiten der Gastarbeiter immer noch "Anwerberländer" gibt.

Angehörige solcher Anwerberländer die sich in Deutschland aufhalten und ihre gesamte Familie in der Heimat haben Anspruch auf die komplette Krankenversorgung. Dabei spielt es keine Rolle ob die betreffende Person Asylant; Sozialhilfeempfänger; Arbeitssuchender oder Arbeitnehmer  ist.

So berichtet der Spiegel in seiner Ausgabe 43/2004, dass auch Harems-Frauen  der muslimischen Männer mitversichert sind.
Die Kinder der Frauen natürlich auch. Es sind Fälle bekannt, wo diese Ehefrauen bis zu 80 Kinder ihrem Haremsbesitzer "schenkten".

Täglich wird, nur allein durch den Missbrauch der Versichertenkarten, die Solidargemeinschaft um mehrere Millionen Euro betrogen (letzte Schätzung in Bayern: 4 Millionen €). Eine Absicherung gegen diesen Betrug ist, wenn überhaupt, erst in vielen Jahren zu erhoffen.
 Wenn man diesen Betrag umrechnet, dann werden von mehreren hunderttausend Kassenmitglieder die gesamten Monatsbeiträge nur allein zur Deckung für diese Betrugart vergeudet. Es gibt aber noch weitere Ungerechtigkeiten, wie eine ganze Reihen von versicherungsfremden Leistungen.
Nur allein durch die Streichung der  versicherungsfremden Leistungen könnte der Beitrag sofort  auf ca. 9 % gesenkt werden.

Trotz hoher Arbeitslosenzahlen wird zugelassen, dass jedes Jahr hunderttausende von Arbeitssuchenden nach Europa und hier insbesondere nach Deutschland kommen.
Das begreift kein vernünftig denkender Bürger mehr.
Es kann nur vermutet werden, dass genau diese Situation von bestimmten Interessengruppen so gewollt wird. Sei es, weil es nicht anders geht - weil ohne Plan, oder weil damit konkrete Ziele erreicht werden sollen.

Dann muss weiterhin gefragt werden: wieso wandern  jedes Jahr immer noch fast hunderttausend Bürger aus den Oststaaten in Deutschland ein. Und wieso wird diese Praxis nicht endlich beendet. Wer profitiert davon?

Dort bestehen doch jetzt überall mehr oder weniger demokratische Gesellschaften. Aber anpacken müsste man dort  jetzt auch.

Die Probleme die bereits jetzt schon bestehen und sich durch weiteren Zuzug noch erheblich verschärfen werden, sind dabei erheblich größer als der Nutzen aus diesen Praktiken. Welche Folgen sind zu erwarten:

bulletDie Rentenkassen gehen durch übermäßige Beanspruchung - von Leuten die nie eingezahlt  haben - pleite.
 
bulletehemalige Gastarbeiter genießen ihre wohlverdiente Rente teilweise in ihren Heimatländer. Dadurch wird unserer Volkswirtschaft ein gewaltiges Kapital entzogen, inklusive der medizinischen Versorgung. Welcher Politiker hat dies bei der Anwerbung bedacht?
 
bulletFür die jüngeren ist keine Arbeit da, oder sie sind auf Grund geringer fachlicher oder sprachlicher Kenntnisse nicht vermittelbar.
 
bulletDie Qualität der Schulbildung an den öffentlichen Schulen wird für alle unsere Kinder insgesamt gemindert (siehe Pisa). Eltern die ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen wollen, müssen ihre Kinder in teure Privatschulen schicken.
 
bulletDie Kosten für die Bekämpfung der Kriminalität (auch Terrorismus) ufern aus.
 
bulletdie Kosten für die Bekämpfung eingeschleppter Krankheiten werden immer höher. Dazu zählt auch Alkoholismus und Drogenhandel bzw. die Behandlung der Folgen aus diesen Delikten.

Deutschland wird hier nur als Beispiel angeführt, denn ähnliche Entwicklungen laufen in vielen Nachbarländern ab.

Was ist zu tun?
 

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